Baumchirurgie
War ein Irrweg in der Baumpflege. Bis in die 90 er Jahre des letzten Jahrhunderts. Schon nach damaligen wissenschaftlichen Stand nicht mehr Zeitgemäß. Z. B. wurden Wunden ausgefräst und Betonblomben ausgegossen. Damit wurden den Bäumen viel mehr geschadet als genützt. Damalige Baumchirugie Firmen verdienten sich eine goldene Nase dabei.
Warum gilt klassische Baumchirurgie heute als überholt?
Früher wurden Höhlungen ausgefräst, Wunden großflächig bearbeitet oder sogar mit Beton und anderen Materialien verfüllt. Solche Eingriffe können natürliche Abschottungsprozesse stören und zusätzliche Verletzungen verursachen. Moderne Baumpflege arbeitet deshalb möglichst baumschonend und orientiert sich an der Biologie des Baumes.
Worauf kommt es in der Praxis an?
Für die Praxis bedeutet das: Eine Maßnahme sollte immer einen konkreten Grund haben und zum Entwicklungszustand des Baumes passen. Regelmäßige kleine Pflegeeingriffe sind häufig nachhaltiger als seltene starke Rückschnitte. So bleiben Kronenstruktur, Vitalität und Sicherheit besser miteinander vereinbar.
Entscheidend ist immer der konkrete Baum am konkreten Standort. Art, Alter, Vitalität und Umfeld bestimmen, welche Maßnahme sinnvoll und wie stark ein Eingriff vertretbar ist.